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Landschaftspflegeverband Mulde/Flöha

 

Naturschutzqualifizierung für Landnutzer (C.1)

Seit 2004 bietet der Landschaftspflegeverband Mulde/Flöha e.V. für interessierte Landnutzende und Landeigentümer*innen eine Naturschutzqualifizierung/ -beratung an. Das Qualifizierungsgebiet umfasst den Landkreis Mittelsachsen (Altkreise Freiberg und Mittweida).

Ziel der Beratung ist eine Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz. Die Landnutzenden werden unter anderem zur Integration von Naturschutzmaßnahmen in den Betriebsablauf, zur Bewirtschaftung in Schutzgebieten und zum Erhalt von Biodiversität beraten. Dies beinhaltet beispielsweise Informationen zu wertvollen Artvorkommen und Biotopen sowie Maßnahmen zu deren Erhalt, etwa Hinweise zu Mahdzeitpunkten und Bewirtschaftungs- und Pflegetechniken. Die Beratung umfasst auch ausführliche Informationen zu aktuellen Fördermöglichkeiten (Agrar- und Naturschutzförderung).

Darüber hinaus bietet der Landschaftspflegeverband auch Unterstützung bei der Maßnahmenumsetzung verschiedener Naturschutz- und Fördermaßnahmen an. So werden Landwirte unter anderem bei der Erfassung der erforderlichen Kennarten im Rahmen der Grünlandmaßnahme GL.1 der aktuellen Agrarförderperiode unterstützt.

Seit 2016 haben Betriebe auch die Möglichkeit zur Teilnahme am "Betriebsplan Natur". Durch gemeinsame Abstimmungsprozesse erfolgt eine gesamtbetriebliche Beratung, an deren Ende den landwirtschaftlich Beschäftigten eine einfache, kompakte Arbeitshilfe mit freiwilligen Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Betriebs zur Verfügung gestellt wird.

Für die Landnutzer*innen ist die Beratung und die fachliche Begleitung zur Maßnahmenumsetzung kostenlos. Sie wird im Rahmen der Richtlinie Natürliches Erbe (RL NE/2014) in Sachsen mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und des Freistaates Sachsen gefördert.

Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Amphibienschutz

Im Frühjahr wandern verschiedene Amphibienarten (Kröten, Frösche, Salamander und Molche) nach der Winterruhe zu ihren angestammten Laichgründen, um dort ihre Eier abzulegen. Die Amphibien legen auf ihrem Weg vom Winterquartier zum Laichgewässer Strecken von mehreren hundert Metern bis zu einigen Kilometern zurück. Dabei müssen Amphibien häufig Straßen und andere Hindernisse überqueren. Die ohnehin gefährdeten Kleintiere werden oft entweder direkt überfahren oder sterben an schweren inneren Verletzungen durch den Luftdruck der vorbeifahrenden Fahrzeuge.

Als Schutz- und Leiteinrichtung haben sich mobile Amphibienleitanlagen bewährt, die verhindern, dass die Tiere auf die Straße laufen. Stattdessen werden sie entlang von Kunststofffolien abgeleitet. In regelmäßigen Abständen sind Eimer in den Boden eingelassen. Die gefangenen Tiere werden von   Zaunbetreuern täglich über die Straße getragen, dokumentiert und wieder in die Freiheit entlassen. Abhängig vom Witterungsverlauf im Frühjahr werden die Amphibienleitanlagen an betroffenen Straßenabschnitten mehrere Wochen lang betreut. Dadurch wird der dauerhafte Erhalt der vorhandenen Amphibienpopulation gewährleistet.

Studien zur Dokumentation von Artvorkommen an Amphibienleiteinrichtungen werden vom Landschaftspflegeverband in Mittelsachsen an den Standorten:

· Chursdorf

· Eppendorf

· Flöha

· Flöha Plaue

· Geringswalde

· Marbach

· Siebenlehn

· Döhlen

· Erlau

· Großwaltersdorf

· Hohentanne

· Königshain

· Kriebstein

· Memmendorf

· Ottendorf

· Rechenberg-Bienenmühle

· Reichenbach

· Schönerstadt

· Talsperre Rauschenbach

im Zeitraum von 2018 bis 2020 in Zusammenarbeit mit den Kommunen und der Unteren Naturschutzbehörde durchgeführt. Insgesamt werden 5770 Meter Amphibienschutzzaun auf und abgebaut.

Sanierung oder Neuanlage von Teichen und anderen Stillgewässern

Stillgewässer sind wichtige Trittsteinbiotope in der Landschaft und zugleich artenreiche Lebensräume, auf die viele z.T. gefährdete Amphibien und Insekten angewiesen sind. Durch unterlassene Pflege sowie zunehmende Verschlammung und Verlandung sind jedoch viele Teiche in ihren ökologischen Funktionen gefährdet, die Gewässer können ihre Biotopfunktion nicht mehr erfüllen und der Lebensraum für zahlreiche wildlebende Arten wird immer kleiner. Durch Teichrevitalisierungsmaßnahmen sollen Kleingewässer als wichtige Biotope für die heimische Flora und Fauna dauerhaft erhalten bleiben. Naturschutzkonforme Teichsanierungen können in Sachsen über die Richtlinie NE/2014 gefördert werden.

Für die Gewässersanierung oder Neuanlage von Kleingewässern berät der Landschaftspflegeverband zu den erforderlichen Maßnahmen sowie Finanzierungsmöglichkeiten und unterstützt die Eigentümer/Landnutzer bei Fördermittelanträgen.

Derzeit befinden sich folgende Kleingewässer-Projekte in der Planung, Umsetzung oder Fertigstellung:

  • Anlage eines naturnahen Kleingewässers in Heiersdorf
  • Gewässerrevitalisierung von drei Teichen in Hohenfichte
  • Gewässerrevitalisierung in Görbersdorf
  • Gewässerrevitalisierung von drei Teichen in Kirchbach

Gewässersanierungskonzepte

2020 startete der Landschaftspflegeverband Mulde/Flöha e.V. das über LEADER geförderte Projekt „Erarbeitung von Gewässersanierungskonzepten und Anbahnung der Umsetzung in der Region Landkreis Mittelsachsen im LEADER-Gebiet Silbernes Erzgebirge“.

Für Teiche/Kleingewässer besteht ein hoher Handlungsbedarf. Durch Verschlammen und Verlanden verschwinden immer mehr Stillgewässer. Die Teiche können ihre Biotopfunktion nicht mehr erfüllen und der Lebensraum für zahlreiche Arten wie Amphibien und Insekten sowie der Wasserrückhalt in der Landschaft gehen verloren. Das vordergründige Ziel ist die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaftselemente Teich und Kleingewässer als wichtige Biotope für die heimische Flora und Fauna, unter anderem als Lebensraum und Laichgewässer für seltene und z. T. gefährdete Amphibienarten.

Das zweijährige Projekt beinhaltet die Erfassung des Ist- Zustandes der Teiche in Teilen des Altkreises Freiberg. Im Anschluss an die Bestandsaufnahmen werden die vor Ort aufgenommenen Daten ausgewertet, in Teichsteckbriefen zusammengefasst und Teichsanierungskonzepte erstellt. Privateigentümer und Landwirte sind aufgerufen ihre sanierungsbedürftigen Teiche zu melden. Der Landschaftspflegeverband berät zu den erforderlichen Maßnahmen sowie Finanzierungsmöglichkeiten und unterstützt die Eigentümer/Landnutzer bei Fördermittelanträgen.

Kontakt

Anschrift

Landschaftspflegeverband Mulde/Flöha e.V.
Gränitzer Straße 8
09575 Eppendorf, OT Großwaltersdorf

Telefon

Tel.: 03 72 93 / 8 99 89
Fax: 03 72 93 / 79 65 48
Funk: 0174 79 28 210

E-Mail

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